Therme Fohnsdorf: Arbeit für Staatsanwaltschaft

Juni 2, 2010 von Othmar  
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Die steirische Aqualux Therme Fohnsdorf, die erst Ende 2007 eröffnet wurde, geriet in letzter Zeit immer wieder wegen enormer Verschuldungen in die Schlagzeilen. Denn nicht nur der Therme selber, sondern auch der Gemeinde Fohnsdorf droht, Zeitungsberichten zufolge, der finanzielle Ruin. Der steirische Landtag beschloss aufgrund dieser wirtschaftlichen Notlage in einer Sondersitzung, die Therme Fohnsdorf zur Sache des Bundesrechnungshofs zu machen. Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) war damals als einziger entschieden gegen das Einschalten der Bundesbehörde. Er werde in einer Politik des Zerstörens unserer Gemeinden sicher nicht dabei sein, ließ der Politiker verlauten. “Haben Sie den Mut, stellen Sie einen Misstrauensantrag! Und dann wählt’s mich ab!”, fuhr der Landeshauptmann damals die Abgeordneten an.


Therme Fohnsdorf und LH Voves

Wie die Onlineausgabe der Kronen Zeitung am Dienstag, den 1. Juni 2010 berichtete, reißen die Gerüchte um die Therme und LH Voves nicht ab. In der Rubrik “Steiermark inoffiziell” berichtet die Zeitung von einer Sachverhaltsdarstellung, die Voves des ” Missbrauchs der Amtsgewalt” verdächtigt. Das 24-seitige Dokument wurde von anonymen Klägern, der Fachsprache nach höchstwahrscheinlich Juristen, an den Staatsanwalt geschickt. Im Zusammenhang mit der Therme Fohnsdorf sei es demnach nur zu einer Haftung über 18,17 Millionen Euro gekommen, weil es eine rechtswidrige Weisung an einen leitenden Beamten gegeben habe. Bestätigt sich dieser Vorwurf, so droht dem ehemaligen Eishockey-Nationalspieler Voves möglicherweise eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren.

Therme Fohnsdorf

Therme Fohnsdorf

Doch nicht nur um die Aqualux-Therme scheint es politische Querelen zu geben. Ebenso berichtet die Online-Ausgabe der Kronenzeitung, dass der Leiter des Studiengangs Journalismus an der Grazer Fachhochschule Joanneum politische Günstlinge bei der Vergabe der Studienplätze bevorzuge. Er selber wollte sich zu diesen Vorwürfen nicht äußern.

Und noch ein Thema hält die steirischen Politiker in Atem: Um den Bau der Koralmbahn voranzutreiben, hat die ÖVP einen Sonderlandtag einberufen. Dieses Verhalten empfindet Voves als unnötige Verunsicherung der Bevölkerung. Denn das umstrittene Projekt zum Ausbau des österreichischen Eisenbahnnetzes werde laut Voves auf jeden Fall durchgeführt. Dennoch hält es der SPÖ-Politiker für völlig normal und sinnvoll, die Kosten vorher zu prüfen.

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