Aqualux Therme Fohnsdorf – Gemeinde zahlte für Bürgermeisteramt doppelt

April 25, 2011 von  
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Noch immer zittert die steirische Gemeinde Fohnsdorf um ihr Prunkstück, die Aqualux-Therme. Denn das Wellnessbad – und mit ihr die Gemeinde Fohnsdorf – stehen kurz vor dem Konkurs. Fohnsdorf sucht daher nach Einsparmöglichkeiten, Investoren und finanziellen Rettungsankern. Außerdem sieht der Rechnungshof nun eine Chance, 230.000 Euro zurückzufordern, die zu Unrecht anEx-Bürgermeister Straner geflossen sind.

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Therme Aqualux Fohnsdorf

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Wie die Kleine Zeitung berichtet, habe der Fohnsdorfer Ortschef jahrelang doppelt von der Gemeinde kassiert. Und dies sei, laut Rechnungshof, widerrechtlich und zu seinem Vorteil abgelaufen. Denn der SPÖ-Politiker Johann Straner habe zum einen sein Bürgermeister-Gehalt von 4300 Euro brutto erhalten. Auf der anderen Seite musste Fohnsdorf aber auch eine „Leihgebühr“ an Straners eigentlichen Arbeitgeber, die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) zahlen. Erhielten die ÖBB ab 2001 etwa 10.000 Euro jährlich von Fohnsdorf, so stieg die Zahlung bis 2005 auf 30.000 Euro, Straner selber genehmigte diese Überweisungen. Der Gemeinderat segnete die Zahlungen allerdings erst rückwirkend und im Beisein Straners ab. Dies ist aber, laut Rechnungshof, illegal, da der Bürgermeister bei diesen Geschäften verständlicherweise befangen ist. Dementsprechend seien die Beschlüsse ungültig, so die Prüfer.

 

Rechenkünstler in Fohnsdorf

2006 änderte Straner, laut Kleine Zeitung, die Strategie: Ein Arbeitskräfteüberlassungsvertrag zwischen ÖBB und Fohnsdorf ordnete an, dass der Bundesbahner als Bürgermeister einen Stundenlohn von 30-Euro erhalten sollte. Unterschrieben war dieser Vertrag durch Straner selber. Insgesamt fielen hierdurch für die Gemeinde Fohnsdorf über 40.000 Euro jährlich an. Und auch die Aqualux Therme und die Versorgungsbetriebe beteiligten sich an den Zahlungen mit insgesamt 95.000 Euro. Fohnsdorf zahlte also jahrelang doppelt für den Bürgermeister –Zum einen das Politikergehalt, zum anderen die Zahlungen an die ÖBB, die sich im Jahr 2010 auf rund 4.000 Euro monatlich beliefen. Am Ende lag der Stundensatz, laut Rechnungshof, somit sogar bei 37 Euro. Die Prüfer empfehlen, rund 230.000 Euro zurückzufordern, da die Abmachungen mit den ÖBB ungültig seien. Das Land Steiermark will die zu Unrecht gezahlten ÖBB-Gelder notfalls vor Gericht einklagen, wartet aber noch auf den Endbericht des Bundesrechnungshofes. Die Kleine Zeitung konnte Straner für eine Stellungnahme hingegen nicht erreichen.

Auqalux Therme Fohnsdorf Besuchersteigerung:

Doch es gibt, neben dem finanziellen Debakel und den politischen Querelen, auch Positives aus Fohnsdorf zu berichten: Die Aqualux Therme verzeichnete zu Jahresbeginn ein zehnprozentiges Besucherplus. Damit bleibt sie zumindest für mögliche Investoren weiterhin interessant.

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Therme Aqualux Fohnsdorf:

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A-8753 Fohnsdorf, Thermenallee 10,
Tel.: +43 (0) 3573 / 207 80 – Fax-DW: 4,
E-Mail: offic(a)therme-aqualux.at

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